Referenz · Ins, Seeland

Zwei Gebäude, zwei Aufträge, zwei Lösungen

Beim Werkhof in Ins haben wir zweimal gebaut – zuerst das grosse Dach, später das zweite Gebäude. Technisch sind es zwei ganz unterschiedliche Anlagen geworden, obwohl dieselben Module verbaut sind. Auf dem einen Dach brauchte es keinen einzigen Leistungsoptimierer, auf dem anderen genau vierzehn.

83,7 kWp

186 Module Jinko Tiger mit je 450 Wp, verteilt auf zwei Gebäude.

Gebäude 1

140 Module, 63 kWp, zwei Fronius Verto 25 – freie Fläche, keine Optimierer nötig.

Gebäude 2

46 Module, 20,7 kWp, Fronius Symo Advanced 20 – und 14 Tigo-Optimierer, gezielt gesetzt.

Photovoltaikanlage auf dem Werkhof in Ins im Seeland

14 Optimierer statt 46

Auf dem zweiten Gebäude gibt es einige verschattete Stellen, auf dem Rest der Fläche nicht. Die naheliegende Lösung wäre gewesen, das ganze Dach mit Optimierern auszurüsten. Wir haben stattdessen nur die betroffenen Module optimiert – vierzehn von sechsundvierzig.

Das geht mit dem Tigo-System, weil sich dessen Optimierer einzeln nachrüsten lassen und die übrigen Module ganz normal in Serie bleiben. Andere Systeme verlangen einen Optimierer an jedem Modul, sonst funktionieren sie nicht. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – es kommt darauf an, wie das Dach aussieht.

Zum Vergleich: Auf dem Schulhausdach der BFB in Biel haben wir 264 Optimierer gesetzt – einen pro Modul. Dort war die ganze Fläche von Lüftungskanälen und Aufbauten durchsetzt, und der Schatten wanderte den Tag über durch alle Bereiche. Hier in Ins betraf es nur eine Ecke. Zwei Extreme, zwei passende Lösungen.

Auf dem ersten, grösseren Gebäude war gar keine Optimierung nötig. Freie Fläche, gleichmässige Ausrichtung, zwei Fronius Verto 25 – fertig. Das ist der Normalfall, und es ist der günstigste.

Was bei diesem Projekt nicht rund lief

Zwei Punkte, die nichts mit der Technik auf dem Dach zu tun hatten – und aus denen wir Konsequenzen gezogen haben.

Das Monitoring lag bei einer Drittfirma

Die Überwachung der Anlage wurde nicht von uns betreut, sondern von einem anderen Unternehmen. Die Schnittstelle dorthin erwies sich als anspruchsvoll, und die Messwerte waren über längere Zeit nicht plausibel. Bis klar war, woran es lag, verging Zeit, in der niemand verlässlich sagen konnte, ob die Anlage das leistet, was sie soll.

Unsere Konsequenz: Wenn das Monitoring bei einem Dritten liegt, klären wir die Schnittstelle heute vor der Inbetriebnahme ab und prüfen die ersten Messwerte gemeinsam auf Plausibilität, bevor die Anlage übergeben wird. Eine Anlage ohne verlässliche Daten ist eine Anlage, bei der man Probleme erst merkt, wenn sie teuer werden.

Die Anschlussbewilligung war nur mündlich

Das technische Anschlussgesuch wurde uns mündlich zugesagt. Formell abgeschlossen war der Vorgang damit nicht – was erst deutlich später auffiel und dann nachgeholt wurde. Am Betrieb der Anlage änderte das nichts, aber sauber war es nicht.

Unsere Konsequenz: Anschlussgesuche lassen wir uns heute immer schriftlich bestätigen, auch wenn die Zusage bereits mündlich vorliegt. Das schafft Klarheit für alle Beteiligten – für den Betreiber, für den Netzbetreiber und für uns.

Wir schreiben das hier hin, weil solche Dinge in Referenzen normalerweise nicht vorkommen. Anlagen sind aber nicht nur Module auf einem Dach, sondern auch Bewilligungen, Schnittstellen und Zuständigkeiten. Wer wissen will, wie ein Installateur arbeitet, erfährt daraus mehr als aus einer Hochglanzaufnahme.

Verbaute Technik

Module gesamt
186 Stück Jinko Tiger, je 450 Wp – zusammen 83,7 kWp

Gebäude 1
140 Module, 63 kWp, 2 × Fronius Verto 25

Gebäude 2
46 Module, 20,7 kWp, Fronius Symo Advanced 20

Optimierung
14 Tigo-Optimierer, nur an den verschatteten Modulen

Beide Gebäude

Bilder aus dem Projekt

Photovoltaikanlage auf dem Werkhof in Ins im SeelandJinko-Module auf dem Hallendach des Werkhofs InsZweites Gebäude des Werkhofs Ins mit SolaranlageMontage der Solarmodule auf dem Werkhof in InsFronius-Wechselrichter der Anlage auf dem Werkhof Ins

Mehrere Gebäude, etappenweise?

Man muss nicht alles auf einmal bauen. Wir planen so, dass die zweite Etappe zur ersten passt – und sagen ehrlich, wo Optimierer nötig sind und wo sie nur Geld kosten.

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