Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Photovoltaik, Kosten, Förderung, Installation und Betrieb – verständlich erklärt von deinem Solarbetrieb aus Biel.
Eine typische Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus in der Schweiz kostet zwischen CHF 15’000 und CHF 30’000 – je nach Grösse, Modultyp und Montagesystem. Bei Solarmaa erhältst du eine detaillierte Offerte mit transparenter Kostenaufstellung. Die Investition amortisiert sich in der Regel innert 15 Jahren.
Richtpreise schlüsselfertig (vor Pronovo-Vergütung), Stand 2026 im Seeland:
Nach Pronovo-Einmalvergütung reduzieren sich die Investitionskosten um rund 25–35 %. Indach kostet 20–50 % mehr als Aufdach – dafür ersetzen die Module die Dacheindeckung und du sparst diese Kosten bei einem Neubau oder einer Dachsanierung.
Pronovo: Der Bund fördert Photovoltaikanlagen über Pronovo mit einer Einmalvergütung – aktuell ca. CHF 380/kWp für die ersten 30 kWp und ca. CHF 280/kWp danach. Boni für Indach-Anlagen, steile Dächer (über 75°) und hochalpine Anlagen.
Zusätzlich bieten diverse Gemeinden im Kanton Bern eigene Zuschüsse. Insgesamt deckt die Förderung bei einer typischen Anlage rund 20 bis 30 Prozent der Investitionskosten. Wir übernehmen die Anmeldung bei Pronovo für dich.
Als Förderung zählt auch, dass du die Investition als Gebäudeunterhalt vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden kann.
Ja – in den meisten Fällen. Mit steigenden Strompreisen und sinkenden Modulkosten wird Photovoltaik immer attraktiver. Im Seeland produziert eine gut ausgerichtete Anlage ca. 950 bis 1’050 kWh pro kWp und Jahr. Zusammen mit der Einmalvergütung und dem gesparten Strombezug rechnet sich die Anlage oft schon nach 10 bis 14 Jahren. Danach produzierst du praktisch gratis Strom.
Erfreulich wenig. Die laufenden Kosten setzen sich zusammen aus:
Auf 25 Jahre gerechnet sind das durchschnittlich CHF 100–250 pro Jahr – bei einer Anlage, die dir 1’500–2’500 CHF jährlich an Stromkosten spart, marginal. Solaranlagen sind eine der wartungsärmsten Gebäudetechnologien überhaupt.
Eher grösser – Dachfläche ist ein knappes Gut der Energiewende, und genau dafür gibt es vZEV und LEG. Wir bauen Anlagen häufig bewusst 200–300 % grösser, als der heutige Verbrauch verlangt. Drei Gründe: Erstens sind spätere Erweiterungen überproportional teuer, weil Gerüst, Anmeldung und Planung nochmals anfallen. Zweitens amortisieren sich zusätzliche Module schneller als der Rest der Anlage – ein Modul (rund CHF 400 für 500 Wp) ist nach Förderung und Steuerabzug oft in 4–6 Jahren bezahlt. Drittens verkaufst du den Überschuss an Nachbarn (vZEV, LEG) oder ins Netz – ökologisch ein Plus, finanziell auch. Faustregel: Bau so viel aufs Dach, wie sinnvoll Platz hat, auch wenn der heutige Verbrauch nur die Hälfte rechtfertigt. Nur wenn Kostensprünge auftreten – etwa durch andere Regulierung oder ein zusätzliches Gerüst – bleib knapp darunter oder überschreite die Schwelle deutlich.
Die Installation einer Aufdach-Solaranlage dauert in der Regel 2 bis 4 Arbeitstage. Vorher klären wir alles: Dachstatik, Elektroanschluss und Bewilligung. Vom ersten Beratungsgespräch bis zur Inbetriebnahme rechnen wir mit 6 bis 12 Wochen – abhängig von der Bewilligungsdauer und der Verfügbarkeit des Netzbetreibers.
Aufdach ist der Standard – häufig wirtschaftlicher und einfacher umzusetzen, ideal bei bestehenden Dächern. Indach ist angebracht bei hohen architektonischen Anforderungen, Denkmalschutz, Dachsanierung oder Neubau: Die Solaranlage bildet dort die wasserführende Schicht – Ziegel werden ersetzt, Spenglerei und Unterdach angepasst. Das verursacht Mehrkosten, ergibt aber ein sehr schönes, dauerhaftes Dach. Steht ohnehin eine Sanierung an, rechnet sich Indach oft, weil die neue Eindeckung gleich Strom produziert.
Indach ist angebracht bei:
Aufdach ist angebracht bei:
Bei einer Indach-Anlage bilden die Solarmodule die wasserführende Schicht. Vorhandene Ziegel werden ersetzt, Spenglerei und Unterdach angepasst – das alles verursacht Kosten, deshalb ist bei guten Dächern häufig die Aufdach-Variante die bessere Wahl. Aufdach ist der Standard, weil dies meist wirtschaftlicher und einfacher umzusetzen ist.
Wichtig zur Wirtschaftlichkeit: Solar ist das einzige Bauteil am Dach, das sich tatsächlich amortisiert – ein Ziegel oder ein Eternit-Element verdient nie etwas zurück. Indach rechnet sich zwar nicht ganz so schnell wie Aufdach (wegen des höheren Anfangsinvests), aber deutlich schneller als jedes normale Dachelement. Wer ohnehin saniert oder neu baut, sollte deshalb über Indach nachdenken.
Mehr Details findest du auf den Seiten Aufdach-Photovoltaik und Indach-Photovoltaik.
In den meisten Fällen genügt eine Meldung bei der Gemeinde. Seit 2014 sind genügend angepasste Solaranlagen in der Schweiz meldepflichtig, aber nicht bewilligungspflichtig. Ausnahmen gelten bei denkmalgeschützten Gebäuden, in Ortsbildschutzzonen oder bei Fassadenanlagen. Wir klären das für dich ab und übernehmen die gesamte Anmeldung. Eine Anlage, die nicht genügend an das Gebäude angepasst ist braucht auch eine Baubewilligung. Was genau genügend ist, ist leider in vielen Fällen subjektiv.
Ein Speicher erhöht deinen Eigenverbrauch auf 50 bis 70 Prozent. Ohne Speicher nutzt du nur ca. 30 Prozent des Solarstroms direkt. Ob sich die Investition lohnt, hängt von deinem Stromverbrauch und deinem Nutzungsverhalten ab. Rechnungsaufgabe: Ein 10-kWh-Speicher speichert 10 kWh Strom. Die Preisdifferenz aus Einspeisung und Bezug, aktuell rund 30 Rp. zu 6 Rp., sind 24 Rp. Jetzt haben wir 10 kWh, also spart dir dein Speicher 2.40 Franken am Tag oder 876 Franken im Jahr. Er hält 10 Jahre. Was darf er maximal kosten? Und wenn du plötzlich mehr für den Solarstrom bekommst? Übrigens: Nachrüsten geht jederzeit – Produkte wie Evolium unabhängig von Wechselrichter und Alter der Anlage, auf Wunsch in einem späteren Steuerjahr für einen weiteren Abzug (deine individuelle Steuersituation klärst du am besten mit deiner Steuerberatung). Und aus ökologischer Sicht lohnt der Blick auf Second-Life-Speicher mit wiederverwendeten Zellen.
Nein – die Regel allein ist kein Kaufgrund. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen neue Anlagen unterhalb von 1200 m ü. M. nur noch 70 Prozent ihrer Modulleistung ins Netz einspeisen. Verloren gehen dadurch aber höchstens rund 3 Prozent der Jahresproduktion – abgeregelt wird nur die Mittagsspitze an wolkenlosen Tagen. Ein Speicher fängt genau diese Spitze auf und verbessert seine Rechnung damit etwas – aber er dreht sie nicht: Massgebend bleiben dein Abend- und Nachtverbrauch und die Differenz zwischen Bezugstarif und Einspeisevergütung (siehe Rechnungsaufgabe oben). Oft günstiger: Verbrauch in die Mittagszeit verschieben – Boiler, Waschmaschine, E-Auto oder Wärmepumpe gezielt dann laufen lassen, wenn die Sonne scheint. Und ökologisch gilt: Ein Speicher, der nur die 70-Prozent-Spitze abfängt und sonst kaum zykliert, ist weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll – mehr dazu im Abschnitt Ökologie und Nachhaltigkeit.
Moderne Solarmodule haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und eine Leistungsgarantie von mindestens 25 Jahren. Der Wechselrichter hält in der Regel 10 bis 15 Jahre. Solaranlagen sind wartungsarm – eine jährliche Sichtprüfung und gelegentliche Reinigung genügen. Wir bieten auch Wartungsverträge an, die aber in den meisten Fällen nicht sinnvoll sind.
Ohne Speicher schaltet sich die Anlage bei einem Netzausfall automatisch ab – das ist gesetzlich vorgeschrieben, um Monteure zu schützen. Mit einem Batteriespeicher und Not- oder Ersatzstromfunktion kannst du auch bei Stromausfall wichtige Geräte weiterbetreiben. Wir beraten dich gerne zu Notstromlösungen.
Reinigung: In der Schweiz meistens nicht nötig. Regelmässiger Regen reinigt die Module automatisch – das ist auch der Grund, weshalb leichte Verschmutzung den Ertrag um nur 1–3 % reduziert. Eine professionelle Reinigung empfiehlt sich alle 3–5 Jahre oder wenn du sichtbare Verschmutzung erkennst (z.B. Pollen, Vogelkot, Staub aus näherer Baustelle). Kostet rund CHF 200–500 je nach Anlagengrösse und Zugang. Ehrlich am Rande: Reinigung ist für uns Solarinstallateure ein attraktives Geschäftsmodell – wir machen das gerne, wenn du willst. Aber dein Dach braucht es meistens nicht. Sag einfach Bescheid, falls du trotzdem eine Reinigung möchtest – wir kommen vorbei und putzen, ohne dass wir es dir aufschwatzen müssen.
Wartung – das Wichtigste in 4 Punkten:
Was du nicht tun musst: Module abdecken im Winter (Schnee rutscht ab oder produziert sogar bei Streulicht), Module manuell entstauben (siehe Reinigung oben), Wartungsverträge mit fixen Pauschalen abschliessen (in 99 % der Fälle nicht nötig).
Ja, Solaranlagen produzieren auch im Winter Strom – allerdings weniger als im Sommer. Im Seeland liefern die Wintermonate November bis Februar rund 15 bis 20 Prozent des Jahresertrags. Schnee auf den Modulen rutscht bei geneigten Dächern meist schnell ab. Grundsätzlich: Je steiler die Module, desto besserer Winterertrag, aber auch desto schlechterer Jahresertrag. Eine Südfassade auch mit Modulen zu belegen kann aber trotzdem sehr sinnvoll sein, wegen Winterertrag und wegen der 70% Regelung.
Nur bei signifikanter Verschattung, unterschiedlichen Dachflächen und Neigungen oder komplexen Strings – ansonsten reicht ein String- oder Hybridwechselrichter. Moderne Module kommen mit geringer Verschattung selber zurecht: Bis zu drei Zellen können komplett abgedeckt sein, ohne dass ein grosser Leistungseinbruch eintritt. Bei mehr federt die intelligente MPP-Regelung des Wechselrichters den grössten Teil des Einbruchs ab. Und oft einfacher als Optimierer: die Anlage so planen, dass Verschattung nur einen kleinen Teil der Anlage trifft.
Ja – und das ist eine der besten Kombinationen. Mit einer Wallbox und einer intelligent gesteuerten Ladestation lädst du dein E-Auto direkt mit eigenem Solarstrom. So fährst du praktisch gratis und CO₂-frei. Wir installieren Ladestationen von führenden Herstellern und stimmen alles auf deine PV-Anlage ab.

Deine Anlage läuft im Normalfall von allein. Trotzdem gibt es Situationen, in denen du selber etwas machen kannst oder musst. Hier die Fragen, die uns am häufigsten erreichen. Im Zweifelsfall rufst du uns an: 032 510 90 90.
Wenn es dringend ist, zählt nur eines: aus. Kipp die Sicherung im Sicherungskasten nach unten – sie ist meistens mit «PV-Anlage» angeschrieben – und ruf uns an.
Wenn Zeit bleibt, schalte in dieser Reihenfolge ab. Zuerst AC, dann DC:
Wichtig: Die Photovoltaikanlage ist auch nach dem Abschalten unter Spannung. Solange Licht auf die Module fällt, liefern sie Gleichspannung, und bei ausgeschaltetem DC-Trennschalter steht der Anschlussbereich des Wechselrichters nach wie vor unter Spannung. Öffne darum keine Gehäuse und keine Steckverbindungen.
In umgekehrter Reihenfolge:
Danach prüft der Wechselrichter das Netz und startet selbständig. Läuft die Anlage nach einigen Minuten nicht wieder an, melde dich bei uns.

Vorne die runde LED-Taste, seitlich am BMS die Sicherung unter der Klappe. Aussehen und Anordnung unterscheiden sich je nach Modell.
Bei unseren Anlagen steuert ein Shelly 1 Pro über ein Schütz den Elektroboiler. Dazu gehört ein Schalter mit drei Stellungen: 0 – 1 – Auto.
Merksatz: Wenns brennt, auf 0. Wenn das Wasser kalt ist, auf 1. Und sobald wieder alles läuft, zurück auf Auto – sonst heizt der Boiler dauernd mit teurem Netzstrom.
Bleibt das Wasser auch auf Stellung 1 kalt, liegt es nicht an der Solarsteuerung. Dann melde dich bei uns.
Meistens musst du gar nicht reinigen. Auf geneigten Dächern erledigt der Regen die Arbeit, und Schnee rutscht in der Regel von selbst ab. Nötig wird eine Reinigung vor allem bei hartnäckiger Verschmutzung, etwa durch Vogelkot, Laub, Moos oder Staub aus der Landwirtschaft.
Wenn du reinigst: nur kaltes, klares Wasser und eine weiche Bürste oder ein weicher Wischer. Keine Hochdruckreiniger, keine Scheuermittel, keine Lösungsmittel.
Zum Kalk: Hartes Leitungswasser hinterlässt beim Trocknen Kalkflecken auf dem Glas. Die sind nicht schädlich, aber unschön und sie halten sich hartnäckig. Wer sie vermeiden will, arbeitet mit entmineralisiertem Wasser oder trocknet nach. Reinige die Module nie in der prallen Mittagssonne – heisses Glas und kaltes Wasser vertragen sich schlecht.
Den Wechselrichter reinigst du nur mit einem feuchten Tuch, ohne Reinigungs-, Scheuer- oder Lösungsmittel. Und ganz grundsätzlich: Arbeiten auf dem Dach gehören nicht auf die eigene Leiter. Steig nicht selber hinauf, wir machen das mit Absturzsicherung.
Eine Photovoltaikanlage ist wartungsarm. Diese Punkte lohnen sich trotzdem:
Bei Anzeichen von Isolationsfehlern, Lichtbögen oder Rauchentwicklung trennst du die Anlage sofort und rufst uns an.
Wartungsverträge bieten wir an, aber wir empfehlen sie nicht in jedem Fall. Für eine normale Anlage auf einem Einfamilienhaus lohnen sie sich meistens nicht.
Ein gebrochenes Modul produziert oft weiter Strom, ist elektrisch aber nicht mehr sicher: über die Risse dringt Feuchtigkeit ein, und das führt früher oder später zu Isolationsfehlern.
Wir schauen uns den Schaden an, tauschen das Modul und helfen dir bei der Meldung an die Versicherung. Schäden durch Hagel, Sturm oder Steinschlag sind häufig über die Gebäudeversicherung gedeckt.
Nicht jedes Geräusch ist ein Problem:
Klappern oder Scheppern bei Wind ist dagegen ein Fall für uns. Dahinter steckt meist eine gelöste Modulklemme, ein loses Blech oder ein Kabel, das nicht mehr sauber fixiert ist. Melde dich, wir schauen es an – bitte nicht selber aufs Dach steigen.
Zu jeder Anlage gehört ein Monitoring. Je nach Wechselrichter siehst du die Produktion in SolarEdge Monitoring, Fronius Solar.web, GoodWe SEMS, Huawei FusionSolar, im Kostal-Portal oder in der RCT-Power-App. Dort erkennst du auf einen Blick, ob heute etwas produziert wird.
So beurteilst du die Zahlen:
Weicht die Produktion dauerhaft ab, ist es häufig eine gelöste Steckverbindung oder ein defektes Modul. Melde dich, wir gehen der Sache nach.

Die Statusanzeigen der gängigsten Wechselrichter. Rot heisst immer: bitte bei uns melden.
Solarmodule sind sehr robust und gemäss Schweizer Norm gegen Hagel und Sturm geprüft. Sollte trotzdem mal etwas durch Hagel, Sturm oder Schneelast kaputtgehen, ist das ein Elementarschaden und wird von deiner Gebäudeversicherung gedeckt – nicht von der Solarmaa-Garantie. Wichtig zu wissen: Die Module sind in der Regel ohne Aufpreis über die Gebäudeversicherung mitversichert.
Kommt drauf an, wie:
Auswirkung auf die Anlage: minimal. Ein einzelnes defektes Modul reduziert den Ertrag der Gesamtanlage je nach Verschaltung um 1–3 %, was über Jahre kaum auffällt.
In der Regel nicht zwingend. Eine PV-Zusatzversicherung deckt typischerweise elektrische Defekte und Nagetierfrass ab. Aber: Würdest du eine kaputte Diode überhaupt bemerken? Der Ertragsverlust ist meist sehr gering – sowas entdecken nur erfahrene Profis bei genauer Datenanalyse. Für die meisten Eigentümer reicht die Gebäudeversicherung.
Prüfenswert ist die Zusatzversicherung bei: grösseren Gewerbeanlagen ab 30 kWp, Anlagen in Hochrisikozonen (z.B. Hagelregionen) oder wenn dir das gute Gefühl die ~CHF 100–200 pro Jahr wert ist.
In sechs Schritten: Du nimmst Kontakt auf – per Mail, Formular oder Solarrechner. Wir treffen uns bei dir, schauen die technischen Voraussetzungen an und klären deine Erwartungen: Ökologie im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit, Ästhetik, faire Produktion der Module, Wunschtermin. Danach erhältst du ein persönliches Angebot. Nach der Auftragsbestätigung bauen wir in der Regel innert rund zwei Monaten; vor Ort dauert die Montage bei einem Einfamilienhaus etwa eine Woche. Dann läuft die Anlage – und du produzierst eigenen Strom. Von der Auftragsvergabe bis zur Inbetriebnahme rechnest du am besten mit etwa drei Monaten.
Qualität ist für uns ein Prozess, kein Zufall: keine leeren Versprechen, Termine einhalten, proaktiv kommunizieren, ständige Schulung unserer Mitarbeitenden und eine offene Fehlerkultur. Wir sind von Swissolar als Solarprofi zertifiziert – und lassen jedes Projekt zusätzlich von einem unabhängigen Kontrollorgan prüfen.
Bei uns durchläufst du zwei Phasen – und zwei Personen begleiten dich: zuerst der Berater vor dem Auftrag, dann der Projektleiter in der Umsetzung. Der Berater bleibt aber auch nach Auftrag für Fragen erreichbar. Ehrliche Aufteilung – Beratung und Umsetzung sind unterschiedliche Disziplinen, und du kriegst von uns für beide den passenden Profi.
Vom Auftrag bis zum Baubeginn rechnen wir mit etwa 2 Monaten – in der Zeit klären wir Planung, Bewilligung und Netzbetreiber-Abstimmung. Die eigentliche Montage dauert dann rund eine Woche. Bei kleineren Anlagen ohne komplexe Bewilligung geht es manchmal schneller, bei grösseren Projekten oder im Sommer (Hochsaison) kann es 3–4 Monate dauern.
Eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus mit 10–15 kWp kostet zwischen CHF 18’000 und CHF 30’000 – inklusive Montage und Inbetriebnahme. Nach Abzug der Einmalvergütung (EIV) des Bundes reduzieren sich die Kosten um rund 30 %. Die genauen Kosten hängen von Dachform, Modultyp und Anlagengrösse ab.
Grundsätzlich eignen sich die meisten Dächer. Ideal ist eine Südausrichtung mit einer Neigung von 20 bis 35 Grad, aber auch Ost-West-Dächer und Flachdächer liefern hervorragende Erträge. Wir kommen vorbei und beurteilen die Eignung gratis.
In den meisten Fällen reicht eine Meldung an die Gemeinde – Bewilligung nur bei denkmalgeschützten Gebäuden, in Ortsbildschutzzonen oder bei Fassadenanlagen. Wir klären das für dich und übernehmen die Anmeldung.
Bei einer Indach-Solaranlage ersetzen die Solarmodule die herkömmliche Dacheindeckung – sie werden direkt in die Dachfläche integriert. Das Ergebnis ist eine bündige, ästhetisch ansprechende Oberfläche ohne aufgesetzte Module. Indach-Systeme eignen sich besonders für Neubauten und umfassende Dachsanierungen.
Indach ist 20–50 % teurer als Aufdach. Wer rein aufs Geld schaut, baut Aufdach. Indach baut man aus zwei Gründen: Ästhetik (bündige Optik, dezenter Look) oder weil das Dach im Denkmal- oder Ortsbildschutz liegt. Trotz Mehrkosten amortisiert sich Indach in der Garantiezeit von 25–30 Jahren komplett über die Stromproduktion finanziell. Ökologisch nach rund 2 Jahren.
Ja – Indach-Systeme sind als Dacheindeckung zertifiziert und ersetzen die Ziegel vollständig. Sie sind regen-, wind- und hageldicht und erfüllen die gleichen Anforderungen wie eine konventionelle Eindeckung.
Oft ja. Indach-Systeme integrieren sich optisch dezent ins Dach und werden von Denkmalpflege-Ämtern häufig akzeptiert, wo Aufdach nicht bewilligt wird. Wir klären das im Vorfeld mit der Gemeinde ab.
Bei den meisten Gewerbebetrieben liegt der Eigenverbrauch zwischen 60 und 80 % des produzierten Solarstroms – fast doppelt so hoch wie bei Eigenheimen. Grund: dein Stromverbrauch fällt grösstenteils tagsüber an, genau wenn die Sonne scheint.
Typischerweise 1–2 Wochen, bei grösseren Anlagen entsprechend länger. Da die Arbeit hauptsächlich aufs Dach beschränkt ist, läuft dein Geschäftsbetrieb weitgehend ungestört. Der Netzanschluss erfordert eine kurze Stromabschaltung.
Ja – und im Gewerbe oft schneller als im Eigenheim. Die meisten Gewerbestrom-Tarife enthalten einen Leistungspreis (CHF pro kW gemessener Spitzenleistung pro Monat), zusätzlich zum Energiepreis. Ein kurzer Verbrauchspeak von 50 kW kostet je nach Tarif 250 bis 750 Franken pro Monat – gemessen über wenige Minuten genügt. Ein Speicher mit intelligentem Energie-Management kappt diese Spitzen (Peak-Shaving), senkt den Leistungspreis dauerhaft und amortisiert sich oft in 5 bis 8 Jahren. Dazu kommen klassische Vorteile: Eigenverbrauchsoptimierung, ZEV/vZEV-Fähigkeit und Notstrom für kritische Anlagen (Server, Kühlung, Produktionssteuerung). Wir dimensionieren im Gewerbe nicht nach Daumenregel, sondern nach Lastgang-Analyse über 2 bis 4 Wochen – mehr dazu auf den Seiten Batteriespeicher und Gewerbe-Photovoltaik.
Ja, deutlich. Du sparst rund 20–30 % im Vergleich zu zwei separaten Projekten – weil Gerüst, Planung, Bewilligung und Koordination nur einmal anfallen. Plus: ein einziger Ansprechpartner für Dach und Solar.
Eine kombinierte Dachsanierung mit Solaranlage dauert typischerweise 3–6 Wochen ab Baustart. Vor Baustart kommen 2–3 Monate Planungs- und Bewilligungszeit dazu.
Notstrom (auch USV oder Backup) versorgt bei einem Netzausfall einzelne wichtige Verbraucher weiter – Kühlschrank, Licht, Internet, Heizungssteuerung. Ersatzstrom (auch Inselbetrieb) versorgt das gesamte Haus autark. Beide Varianten lassen sich automatisch schalten – der Unterschied liegt nicht in der Automatik, sondern in der Anzahl versorgter Stromkreise und in der Dimensionierung von Speicher und Wechselrichter. Welche Variante zu dir passt, hängt von deinem Anspruch und Budget ab – wir klären das im Beratungsgespräch.
Faustregel: Nimm den Niedertarif-Anteil (Nachtverbrauch) deiner Stromrechnung und teile ihn durch 365 – das ergibt deinen durchschnittlichen Nachtverbrauch in kWh und damit eine sinnvolle Speichergrösse. Bei einer Nachrüstung messen wir den effektiven Verbrauch direkt am Zähler oder mit einem Logger – das ist genauer als jede Faustregel. Für ein typisches Einfamilienhaus in der Schweiz liegt der sinnvolle Bereich erfahrungsgemäss bei 5 bis 10 kWh. Grösser dimensionieren bringt nur dann etwas, wenn du gezielt Wärmepumpe, Boiler oder Wallbox auch nachts versorgen willst.
Ja, jederzeit zu einer bestehenden Anlage. Der bestehende Wechselrichter muss speicherkompatibel sein – falls nicht, gibt es elegante AC-gekoppelte Nachrüstlösungen wie Evolium, die unabhängig vom bestehenden Wechselrichter arbeiten und sich an fast jede PV-Anlage anschliessen lassen. Wir vertreiben Evolium und beraten dich gerne – alle Details auf evolium.solarmaa.ch.
Moderne LFP-Batterien halten 10 bis 15 Jahre oder 6’000 bis 10’000 Ladezyklen. Nach dieser Zeit haben sie noch etwa 70 bis 80 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Die meisten Hersteller geben 10 Jahre Garantie.
Das hängt von deiner Anlagenleistung und deinem Fahrzeug ab. Wir empfehlen Wallboxen mit 11 kW Ladeleistung – sie laden schnell genug und lassen sich optimal mit einer PV-Anlage kombinieren. Auf Wunsch installieren wir auch 22-kW-Modelle.
Eine herkömmliche Steckdose ist nicht für Dauerbelastung ausgelegt und lädt sehr langsam. Eine Wallbox ist sicherer, bis zu 10× schneller und ermöglicht intelligentes Laden mit Solarstrom. Gemäss Normen darf eine übliche Steckdose nur in Notfällen oder zur kurzzeitigen Überbrückung verwendet werden.
Ja, aber realistisch: Ein modernes E-Auto hat oft 500 km Reichweite oder mehr, im Alltag fährst du meist nur rund 30 km am Tag – du gehst also nicht täglich an die Wallbox. Der Hausspeicher sollte deshalb auch nicht auf die Vollladung des Autos ausgelegt sein. Wegen der doppelten Umwandlungsverluste (Speicher → Wallbox → Autobatterie) macht das energetisch wenig Sinn. Die effiziente Kombination ist anders gedacht: Wenn das Auto tagsüber zu Hause steht, lädt es direkt aus dem PV-Überschuss. Der Hausspeicher fängt den abendlichen Haushaltsverbrauch ab. Wer regelmässig grössere Strecken fährt, lädt entweder direkt mit Tagesüberschuss oder mit günstigem Nachtstrom – aber nicht über den Umweg Hausspeicher.
Jein. Wenn sie zusammen mit PV-Anlage und Batterie installiert wird, ist der Mehrpreis zu einer normalen Wallbox gering. Bidirektionales Laden ist zum Beispiel für Gewerbe sehr cool, wenn mehrere Fahrzeuge vorhanden sind. Oder wenn man im Geschäft laden kann und seinen Strom nach Hause nimmt. Oder wenn man gerne mehr Batteriekapazität zur Verfügung hat. Wir setzen je nach Setup auf Sigenergy (V2H mit Sigenstor-System) oder Easee mit kompatiblen Wechselrichtern – sag uns dein Szenario, dann rechnen wir den Mehrpreis durch.
Wir haben das Thema ausführlich aufgeschrieben – inklusive Wirkungsgrad-Rechnung und der Frage, welche Fahrzeuge es heute wirklich können: Bidirektionales Laden (V2H).
Bei Solarmaa Standard rund CHF 360 pro Jahr. Beim Komfort-Paket CHF 640. Beim Vollservice CHF 1’000. Im Vergleich kostet ein Praxismodell beim VNB (z.B. Inter-PV beim ESB) für die gleiche Konstellation effektiv rund CHF 864 (inkl. entgangener Netznutzungsersparnis).
Beim klassischen ZEV werden Verbraucher mit privaten Zählern hinter einem gemeinsamen Hausanschluss zusammengefasst – baulich aufwändig, ideal für Neubauten. Beim vZEV (möglich seit 1.1.2025) werden mehrere Liegenschaften virtuell zusammengeführt, ohne bauliche Eingriffe.
Bei der Komfort- und Vollservice-Stufe übernehmen wir die Mietermutation: Schlussabrechnung des alten Mieters, Anmeldung des neuen Mieters, anteilige Tarifabrechnung. Für dich kein Aufwand, keine Zusatzkosten.
Bei einer LEG (Lokale Elektrizitätsgemeinschaft, möglich ab 1.1.2026) übernimmt der Verteilnetzbetreiber teilweise Aufgaben. Wir ergänzen mit der Abrechnung gegenüber den Teilnehmern und der Tarifkommunikation.
Ja. Unser Einzugsgebiet umfasst Biel/Seeland, Grenchen, Jura und Neuchâtel. Im BKW-Gebiet ist unser Service besonders relevant, weil die BKW selber kein Praxismodell anbietet.
Alle drei sind richtig. Der Duden führt sowohl «Photovoltaik» als auch «Fotovoltaik», in der Fachwelt hat sich «Photovoltaik» durchgesetzt – und die Abkürzung PV sowieso. Gemeint ist immer dasselbe: die direkte Umwandlung von Licht in Strom. Und falls du dich mit «Soalr» oder «Fotovoltaik Biel» hierher vertippt hast: herzlich willkommen – Google hat dich trotzdem verstanden, und wir auch. 😉
Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie in jeder Offerte und Stromrechnung auftaucht – und Fehlinterpretationen viel Geld kosten können.
Ein kWp (Kilowatt Peak) ist eine reine Vergleichsgrösse. Sie wurde geschaffen, um Solarzellen unter künstlichen Testbedingungen (STC – Standard Test Conditions) vergleichbar zu machen. Diese Bedingungen treten in der Realität kaum exakt auf – trotzdem ist der kWp-Wert wichtig, um Module qualitativ zu vergleichen und die Anlagengrösse zu beziffern.
Ein kW (Kilowatt) bezeichnet bei Photovoltaik die Ausgangsleistung (AC-Leistung) des Wechselrichters – also die Leistung, die effektiv ins Hausnetz eingespeist werden kann. Ein Teil davon fällt physikalisch als Blindleistung an und kann nicht direkt genutzt werden.
Der nutzbare Anteil dieser Leistung wird als kVA (Kilovoltampere) bezeichnet. Für die Auslegung von Anschluss und Sicherungen ist diese Grösse entscheidend.
Wenn diese Leistung über Zeit ansteht, entsteht eine Energiemenge – die kWh (Kilowattstunde). Beispiel: Ein Staubsauger mit 1 kW Leistung verbraucht in einer Stunde genau 1 kWh Strom. Eine 10-kWp-PV-Anlage in Biel produziert pro Jahr rund 10’000 kWh.
Nein. Unsere Hauptempfehlung ist SoliTek aus Litauen – produziert in der EU, mit Cradle-to-Cradle-Zertifizierung in Gold. Daneben setzen wir Aiko ein, wenn hohe Verschattungstoleranz gefragt ist: ein chinesischer Hersteller, der nicht in Xinjiang produziert und seine Lieferkette extern prüfen lässt. Entscheidend ist für uns nicht das Herkunftsland, sondern die Lieferkette: Ein grosser Teil des weltweiten Polysiliziums stammt aus Xinjiang, wo Zwangsarbeit dokumentiert ist. Deshalb legen wir offen, woher unsere Komponenten kommen, und beraten dich transparent zu Herkunft, Ökobilanz und Preis. Mehr dazu im Blog: Saubere Solarmodule – Update 2026.
Ja – wenn er auch wirklich genutzt wird. Die Herstellung eines 10-kWh-LFP-Speichers verursacht rund 600 bis 800 kg CO2. Wird der Speicher täglich zykliert (Solarstrom zwischengespeichert statt aus dem Netz bezogen), amortisiert sich diese CO2-Last in 2 bis 4 Jahren. Bei einer typischen Lebensdauer von 12 bis 15 Jahren bleibt also ein Jahrzehnt mit klar positiver Bilanz. Wichtig: Wer den Speicher nur als Reserve laufen lässt, hat eine schwächere Ökobilanz. Im Schweizer Strommix mit hohem Wasserkraftanteil ist der CO2-Hebel pro kWh kleiner als in Deutschland – der ökologische Hauptgewinn liegt hier eher im Eigenverbrauch und in der Netzentlastung am Abend.
Wir verbauen heute fast ausschliesslich LFP-Speicher (Lithium-Eisen-Phosphat) – BYD HVS/HVM, Sungrow, Sigenergy oder Fronius BYD. In einem solchen 10-kWh-Speicher stecken rund 0,8 bis 1,0 kg metallisches Lithium, also etwa 4 bis 5 kg Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE). Zum Vergleich: Ein E-Auto-Akku mit 60 kWh enthält rund 6 kg Lithium, ein modernes Smartphone rund 3 Gramm. Lithium ist nicht der knappste Rohstoff – Australien und Chile decken den globalen Bedarf komfortabel ab – aber der Wasserverbrauch beim Abbau in Chiles Atacama-Wüste wird zu Recht kritisiert.
LFP-Speicher kommen ohne Cobalt und ohne Nickel aus – also ohne die zwei heikelsten Rohstoffe (Cobalt aus dem Kongo mit Kinderarbeitsproblematik, Nickel aus Indonesien mit Regenwald-Rodungen). Drin sind: Eisen (unproblematisch), Phosphor (langfristig knapp), Kupfer, Aluminium, Graphit (China-dominierte Lieferkette) und Elektrolyt. Bei Solarmodulen ist das Hauptthema die Polysilicon-Lieferkette: Ein grosser Teil der Weltproduktion kommt aus Xinjiang, wo Zwangsarbeit dokumentiert ist. Wir kaufen darum bewusst bei Aiko, SoliTek, Q.CELLS und Meyer Burger – Hersteller mit zertifizierten Lieferketten ausserhalb Xinjiangs. Module enthalten ausserdem etwas Silber (knappe Ressource), Silizium, Aluminium und Glas. Cadmium oder Blei kommen in den von uns verbauten kristallinen Modulen nicht vor.
Beide werden in der Schweiz über vorgezogene Recyclinggebühren (vRG) finanziert: Module über SENS eRecycling, Batterien über INOBAT – du zahlst die Recyclingkosten beim Kauf und gibst das Material später kostenlos zurück. Module: Aluminiumrahmen und Glas werden zu rund 95 Prozent verwertet (Glas oft als Dämmstoff). Die Silizium-Zellen sind heute industriell schwierig zu trennen – Erholungsraten 5 bis 10 Prozent – aber Verfahren von Veolia (Frankreich) und Reiling (Deutschland) skalieren in den nächsten Jahren. Insgesamt werden rund 85 Prozent der Modulmasse rezykliert. Speicher: Sammlung via INOBAT, Weiterverarbeitung in Deutschland (Redux, Duesenfeld) oder Frankreich. Die EU-Batterieverordnung schreibt ab 2027 mindestens 50 Prozent Lithium-Recyclingquote vor, ab 2031 sind es 80 Prozent. LFP ist wegen fehlendem Cobalt-Erlös schwieriger profitabel zu rezyklieren als NMC – neue hydrometallurgische Verfahren machen das aber wirtschaftlicher.
Ruf uns an oder schreib uns – wir nehmen uns Zeit für deine Fragen rund um Solaranlagen, Speicher und Förderung.