Das Dach der BFB – Bildung Formation Biel-Bienne – ist alles andere als eine leere Fläche. Lüftungskanäle, ein Monoblock, Zäune, Aufbauten: Jedes dieser Elemente wirft im Tagesverlauf Schatten auf die Module ringsum. Ohne die richtige Technik hätten wir auf einen erheblichen Teil der Fläche verzichten müssen. Mit Leistungsoptimierern an jedem einzelnen Modul blieb sie nutzbar.
264 Module Meyer Burger White mit je 385 Wp – in der Schweiz entwickelt.
Einer pro Modul. Jedes Modul arbeitet für sich, statt seine Nachbarn mitzuziehen.
Ein Wechselrichter für die ganze Anlage, ausgelegt für gewerbliche Grössenordnungen.

Wir sagen unseren Privatkunden regelmässig, dass sie keine Leistungsoptimierer brauchen. Bei einem freien Einfamilienhausdach stimmt das auch – moderne Module und ein guter Wechselrichter kommen mit kleinen Verschattungen selber zurecht, und man spart sich zusätzliche Elektronik auf dem Dach.
Dieses Projekt ist der Gegenbeweis. Und genau deshalb steht es hier.
In einer klassischen Verschaltung hängen mehrere Module in Serie. Der Strom, der durch diese Kette fliesst, richtet sich nach dem schwächsten Glied. Verschattet ein Lüftungskanal am Morgen zwei Module, ziehen diese die ganze Kette herunter – auch die zwölf Module daneben, die in voller Sonne stehen. Am Nachmittag wandert der Schatten weiter und trifft die nächste Kette.
Auf einem Dach mit vielen Aufbauten passiert das den ganzen Tag, an wechselnden Stellen. Die übliche Lösung wäre, grosszügige Abstände zu halten und die kritischen Bereiche gar nicht erst zu belegen. Bei diesem Dach hätte das bedeutet, auf viele Module zu verzichten.
Ein Leistungsoptimierer entkoppelt jedes Modul elektrisch von seinen Nachbarn. Wird ein Modul verschattet, verliert nur dieses eine Modul Leistung – die anderen laufen unbeeindruckt weiter. Damit werden auch Flächen nutzbar, die zeitweise im Schatten liegen.
Bei 264 Modulen bedeutet das 264 zusätzliche Geräte und entsprechende Mehrkosten. Das rechnet sich nur, wenn dadurch tatsächlich viel Fläche dazukommt. Hier war das eindeutig der Fall. Es ist eine Rechnung, die man pro Dach aufmachen muss – nicht pauschal.
Unsere Faustregel: Optimierer bei signifikanter Verschattung, unterschiedlichen Dachflächen oder komplexen Strings. Auf einem freien Dach sind sie unnötige Kosten und ein zusätzliches Bauteil, das ausfallen kann. Mehr dazu in unseren häufigen Fragen.
Die verbauten Module stammen von Meyer Burger – einem Hersteller mit Schweizer Wurzeln und Produktion in Europa. Bei einem öffentlich zugänglichen Bildungsgebäude ist das mehr als ein technisches Detail: Eine Schule, die über Nachhaltigkeit unterrichtet, sollte auch bei der Lieferkette hinschauen können. Wie wir generell mit dem Thema umgehen, steht in unseren Blogbeiträgen zur Modulherkunft.
Module
264 Stück Meyer Burger White, je 385 Wp
Gesamtleistung
101,6 kWp
Wechselrichter
SolarEdge 90k
Optimierung
Ein Leistungsoptimierer pro Modul
Besonderheit
Stark gegliederte Dachfläche mit Lüftungskanälen, Monoblock und Zäunen










Kamine, Lukarnen, Lüftungen, Nachbarbäume – wir haben für die meisten Situationen eine Lösung. Was wir nicht machen: eine Anlage verkaufen, die auf dem Papier gut aussieht und auf dem Dach nicht liefert.
Mehr zu gewerblichen Anlagen auf der Seite Gewerbe-Photovoltaik. Weitere Projekte in der Referenz-Galerie.