184 Module von Meyer Burger auf dem Kiesflachdach an der Alexander-Moser-Strasse 39–43, gebaut für die Solargenossenschaft Region Biel/Bienne. Dazu Warmwasser aus Solarüberschuss in den Wohnungen.
Leistung, verteilt auf drei Anlagen
Meyer Burger White, 390 Wp
In Betrieb seit Oktober 2023

Die Solargenossenschaft Region Biel/Bienne hat die Anlage Anfang 2023 ausgeschrieben. Das Gebäude an der Alexander-Moser-Strasse besteht aus drei Mehrfamilienhäusern unter einem gemeinsamen Flachdach, und für jeden Hauseingang war eine eigene Anlage vorgesehen. Jedes Haus hat deshalb seine eigenen Module, seinen eigenen Wechselrichter und seinen eigenen Anschluss, damit der Strom dort gebraucht wird, wo er produziert wird. Die Häuser 39 und 41 haben je 24,96 kWp, Haus 43 hat 21,84 kWp.
Bei der Abdichtung war die Ausschreibung streng, und das zu Recht: Die Unterkonstruktion durfte nicht auf dem Kies stehen, sondern direkt auf der Bitumenabdichtung, mit einer mindestens 8 mm dicken Gummischrotmatte unter jedem Auflagepunkt. Wir haben deshalb den alten Kies auf rund 690 m² maschinell abgesaugt und entsorgt. Nach der Montage wurde gewaschener Rundkies neu eingeblasen. Auf den Bildern sieht man den Unterschied: die freigelegte Abdichtung während der Montage, der helle neue Kies danach.
Die Module stehen auf einem K2-Dome-System in Ost-West-Aufstellung mit 10 Grad Neigung. Die flachen, dicht gestellten Reihen nutzen die Dachfläche besser aus als nach Süden ausgerichtete Reihen mit Abstand, und sie bieten dem Wind wenig Angriffsfläche. Laut Ertragsprognose aus der Planung liefern die drei Anlagen zusammen rund 71'600 kWh pro Jahr.
Solarstrom, der im Haus verbraucht wird, ist mehr wert als eingespeister. In einem Mehrfamilienhaus ist der grösste steuerbare Verbraucher oft der Elektroboiler in jeder Wohnung. In einem Folgeauftrag haben wir deshalb in jedem Haus einen Solarmanager installiert und die Boiler in den Wohnungen über Shelly-Relais angebunden. Produziert die Anlage mehr, als im Haus gerade gebraucht wird, heizen die Boiler mit Solarstrom. Mitmachen war freiwillig: Von 21 Wohnungen sind 20 dabei.
Damit die Steuerung funktioniert, müssen 20 Relais in drei Häusern zuverlässig erreichbar sein. Alles läuft über einen gemeinsamen Router, die Wohnungen sind über Access Points eingebunden. Ganz ohne Unterhalt geht das nicht: Bei unseren Kontrollen 2025 waren einzelne Relais offline, und wir haben zusätzliche Reichweitenverstärker aktiviert. Wer eine solche Steuerung plant, sollte die WLAN-Abdeckung in Treppenhaus und Wohnungen von Anfang an mitdenken.
Welche Verbraucher sich sonst noch steuern lassen und was das bringt, steht im Blogbeitrag Solarstrom intelligent nutzen – die 5 Hebel der Eigenverbrauchsoptimierung. Wie sich Solarstrom in Mehrfamilienhäusern abrechnen lässt, erklärt ZEV, vZEV, LEG oder Praxismodell.
Module
184 Stück Meyer Burger White 390 Wp (71,76 kWp): Haus 39 und 41 je 64, Haus 43 56
Wechselrichter
3× Kostal PIKO CI 30, einer pro Haus
Montageart
K2 Dome 6, Ost-West mit 10° Neigung, direkt auf der Bitumenabdichtung mit Gummischrotmatten, Kies erneuert
Steuerung
3× Solarmanager, Shelly-Relais an den Boilern der Wohnungen, ein gemeinsamer Router






Wir planen Anlagen über mehrere Hauseingänge, kümmern uns um Abdichtung und Statik und binden die Boiler in den Wohnungen ein.
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