Referenz · Biel/Bienne

Das kleinste Projekt – und vielleicht das interessanteste

6,3 kWp auf einem Einfamilienhaus in Biel. Keine Rekordgrösse, keine Drohnenaufnahme mit Hallendach. Dafür zwei Entscheidungen, die zeigen, wie weit man beim Thema Nachhaltigkeit gehen kann, wenn man will: Solarziegel aus Schweizer Produktion – und ein Speicher, dessen Zellen schon ein Leben hinter sich haben.

117 Solarziegel

FIT 54 von Gasser Ceramic, je 54 Wp – zusammen 6,3 kWp.

10 kWh Speicher

Evolium mit Second-Life-Zellen – Zellen, die vorher schon anderswo im Einsatz waren.

SolarEdge 5k

Ein Wechselrichter für Anlage und Speicher, sauber aufeinander abgestimmt.

Fertige Indach-Anlage mit Schweizer Solarziegeln in Biel

Ein Solarziegel, der wie ein Ziegel verlegt wird

Der FIT 54 von Gasser Ceramic ist kein Modul, das auf ein Dach kommt – er ist die Dachdeckung. Ein Element hat die Grösse von genau vier Ziegeln und wird wie ein Ziegel auf die Dachlatten gehängt. Wer das Dach von der Strasse aus anschaut, sieht eine dunkle, ruhige Fläche, keine aufgeständerte Anlage.

Zwei Dinge machen dieses Produkt für uns interessant. Erstens die Herkunft: Gasser Ceramic ist ein Schweizer Ziegelhersteller. Wer sich fragt, wo seine Bauteile herkommen – ein Thema, das uns bei Solarmodulen ohnehin beschäftigt – hat hier eine kurze und nachvollziehbare Antwort.

Zweitens die Handhabung: Weil das System auf die klassische Verlegung ausgelegt ist, braucht es keine zusätzliche Dacheindeckung darunter. Das spart Material und Arbeitsschritte. Mehr zum Prinzip auf unserer Seite Indach-Photovoltaik.

Der Preis dafür: Mit 54 Wp pro Element braucht eine Anlage viele Teile – hier 117 Stück für 6,3 kWp. Das ist mehr Montageaufwand als bei grossformatigen Modulen und macht Indach-Systeme grundsätzlich teurer als Aufdach. Wer rein aufs Geld schaut, baut Aufdach. Wer will, dass man die Anlage kaum sieht, nimmt so etwas.

Ein Speicher mit zweitem Leben

Der verbaute Evolium-Speicher fasst 10 kWh und arbeitet mit Second-Life-Zellen – Batteriezellen, die bereits eine erste Verwendung hinter sich haben und danach geprüft, sortiert und zu einem neuen Speicher zusammengesetzt wurden.

Was ihn besonders macht, sieht man beim Aufbau: Der Speicher kommt nicht als ein Block, sondern als Rack mit einzelnen Modulen, die vor Ort von Hand eingeschoben werden. Lässt später eines nach, wird nur dieses Modul getauscht und nicht die ganze Batterie. Evolium überwacht die Module aus der Ferne, und mit dem Serviceabo bleibt die Kapazität lebenslang garantiert.

Angeschlossen ist der Speicher AC-seitig, also ans Hausnetz statt an den Wechselrichter. Genau deshalb liess er sich hier ergänzen, ohne die bestehende Anlage auf dem Dach anzurühren.

Der ökologische Punkt dabei ist einfach: Die energieintensivste Phase im Leben einer Batteriezelle ist ihre Herstellung. Wer eine bestehende Zelle weiterverwendet, statt eine neue zu produzieren, spart diesen Aufwand komplett. Wie viel das ausmacht, haben wir in unseren häufigen Fragen zur Ökobilanz von Speichern aufgeschrieben.

Ehrlich dazugesagt: Eine Zelle mit Vorgeschichte hat nicht mehr die Kapazität einer fabrikneuen, und die Garantiebedingungen unterscheiden sich von denen eines Neugeräts. Das muss man wissen und wollen. Für Leute, denen die graue Energie ihrer Anlage wichtig ist, ist es die konsequenteste Lösung, die wir anbieten können.

Wir vertreiben Evolium selber – alle Details dazu auf evolium.solarmaa.ch. Was ein Speicher allgemein bringt und wie gross er sein sollte, steht auf der Seite Batteriespeicher.

Verbaute Technik

Module
117 Solarziegel FIT 54, Gasser Ceramic, je 54 Wp

Gesamtleistung
6,3 kWp

Wechselrichter
SolarEdge 5k

Speicher
Evolium 10 kWh mit Second-Life-Zellen

Bauart
Indach – die Solarziegel ersetzen die Dacheindeckung

Ziegel für Ziegel

Bilder aus dem Projekt

Indach-Solaranlage mit Gasser-Ceramic-Solarziegeln auf einem Einfamilienhaus in BielVerlegung der Solarziegel FIT 54 auf den DachlattenDetail der Solarziegel-Eindeckung in BielDachfläche mit integrierten Solarziegeln auf einem Einfamilienhaus in BielEvolium-Batteriespeicher mit Second-Life-Zellen, installiert von SolarmaaDie Evolium-Batteriemodule werden in Biel aus der Holzkiste ausgepacktSolarmaa-Monteur sortiert die Evolium-Batteriemodule vor dem EinbauEin Batteriemodul wird ins Rack des Evolium-Speichers eingeschobenDer fertig aufgebaute Evolium-Speicher im Technikraum des Einfamilienhauses in BielEvolium-Speicher in Betrieb mit grünen Status-LEDs an den einzelnen Modulen

Soll man kaum sehen, dass da Solar ist?

Dann reden wir über Indach. Und wenn dir die Ökobilanz deiner Anlage wichtiger ist als der letzte Franken Rendite, zeigen wir dir, welche Optionen es gibt – von der Modulherkunft bis zu Second-Life-Zellen im Speicher.

Weitere Projekte in der Referenz-Galerie.