Ein Bauunternehmen, das täglich ab sieben Uhr Strom braucht – und ein Flachdach, das genau dafür gemacht ist. In Brügg haben wir 164 Module in Ost-West-Aufständerung gebaut. Das Ergebnis ist keine Rekordleistung am Mittag, sondern etwas, das im Gewerbe mehr wert ist: ein langer, gleichmässiger Produktionstag.
164 Module Jinko Tiger mit je 450 Wp, auf zwei Wechselrichter verteilt.
Lorenz-Aero-Aufständerung – die Module schauen paarweise nach Osten und Westen statt nach Süden.
54 kW Ausgangsleistung, ausgelegt für Gewerbe- und Landwirtschaftsanlagen.

Die verbreitete Annahme lautet: Südausrichtung ist immer am besten. Für den maximalen Jahresertrag pro Modul stimmt das auch. Nur ist der maximale Jahresertrag im Gewerbe selten die richtige Zielgrösse.
Eine Südanlage produziert eine steile Spitze um die Mittagszeit. Genau dann ist der Strom im Netz am wenigsten wert, und der Betrieb kann ihn oft gar nicht vollständig selbst brauchen. Eine Ost-West-Anlage verteilt dieselbe Modulfläche auf zwei Himmelsrichtungen: Die Ostmodule liefern morgens, wenn der Betrieb aufmacht, die Westmodule bis in den frühen Abend. Die Kurve ist flacher und breiter.
Für ein Bauunternehmen ist das der springende Punkt. Kompressoren, Werkstatt, Büro, Ladeinfrastruktur – der Verbrauch beginnt früh und hört nicht um dreizehn Uhr auf. Je mehr vom eigenen Strom direkt im Betrieb bleibt, desto besser rechnet sich die Anlage, weil selbst genutzter Strom deutlich mehr wert ist als eingespeister.
Ost-West hat einen zweiten Vorteil, der auf Flachdächern schwer wiegt: Die Modulreihen stehen flacher und werfen kaum Schatten aufeinander. Deshalb passen auf dieselbe Dachfläche deutlich mehr Module als bei aufgeständerten Südreihen, die grosse Abstände brauchen. Man verliert etwas Ertrag pro Modul und gewinnt viele Module dazu – unter dem Strich meist mehr Kilowattstunden vom selben Dach.
Die Lorenz-Aero-Unterkonstruktion ist genau dafür gebaut: aerodynamisch geformt, damit der Wind das System nicht anhebt, und ballastiert statt durchdringend befestigt. Das Flachdach bleibt dicht, weil niemand hindurchbohrt.
Wir haben zwei Fronius Verto 27.0 gesetzt statt eines grossen Geräts. Das hat einen praktischen Grund: Fällt ein Wechselrichter aus, produziert die Anlage mit dem anderen weiter. Bei einem Betrieb, der auf seinen Eigenverbrauch zählt, ist das die ruhigere Lösung. Ausserdem lassen sich Ost- und Westfeld sauber trennen führen.
Module
164 Stück Jinko Tiger, je 450 Wp
Gesamtleistung
73,8 kWp
Wechselrichter
2 × Fronius Verto 27.0, zusammen 54 kW
Unterkonstruktion
Lorenz Aero, Ost-West, ballastiert
Ausrichtung
Ost-West auf Flachdach
Zur Einordnung: 73,8 kWp Modulleistung auf 54 kW Wechselrichterleistung ist bewusst so gewählt. Bei Ost-West-Anlagen erreichen die beiden Modulfelder ihre Spitze nie gleichzeitig – morgens der Osten, abends der Westen. Deshalb kann man den Wechselrichter kleiner dimensionieren als die Modulleistung, ohne nennenswert Ertrag zu verlieren. Das spart Geld, ohne dass es jemand merkt.










Gewerbebetriebe haben den besten Eigenverbrauch aller Kundengruppen – der Strom wird gebraucht, wenn er entsteht. Wir schauen uns euer Dach an und rechnen mit euren echten Lastdaten, nicht mit Annahmen.
Mehr zu gewerblichen Anlagen auf der Seite Gewerbe-Photovoltaik. Weitere Projekte in der Referenz-Galerie.