Am Knettnauweg in Nidau steht ein Reihen-Mehrfamilienhaus mit vier Eingängen. Drei davon haben ihre Dachsanierung gemeinsam durchgezogen – und dabei gleich eine vollflächige Indach-Solaranlage mitgebaut. Das Ergebnis: 26,6 kWp, ein durchgehendes Dachbild und deutlich tiefere Kosten pro Partei, als es einzeln je möglich gewesen wäre.
Vollflächig über drei Hausteile, aufgeteilt auf drei Hauseinspeisungen.
Die Module sind die Dacheindeckung. Keine Ziegel, keine Aufständerung, keine Kanten.
Gutex-Holzfaserdämmung neu verlegt, Spenglerei auf den neuen Aufbau angepasst.

Ein Reihenhaus teilt sich eine Dachfläche, aber nicht die Eigentümer. Genau daran scheitern solche Projekte oft: Jede Partei rechnet für sich, jede hätte ihr eigenes Gerüst, ihre eigene Planung, ihre eigene Baustelle. Am Knettnauweg haben sich drei der vier Eingänge zusammengetan – und damit alles einmal statt dreimal bezahlt: ein Gerüst, eine Planung, eine Baustelleneinrichtung, ein Ansprechpartner.
Dazu kommt der optische Gewinn. Eine Dachfläche, die in einem Zug saniert wird, sieht danach aus wie ein Dach. Wird sie in Etappen gemacht, sieht man die Etappen – und zwar dauerhaft. Am Knettnauweg lässt sich das direkt vergleichen: Der vierte Eingang hatte sein Dach wenige Jahre zuvor separat saniert und dabei eine klassische Aufdach-Anlage erhalten. Die Module sitzen dort sichtbar über der Ziegelfläche, mit Abstand und Kante. Beides funktioniert technisch einwandfrei. Wie unterschiedlich es wirkt, sieht man auf den Fotos.
Die alte Dacheindeckung kam runter. Darauf wurde eine 60 mm starke Gutex-Holzfaserdämmung verlegt – die verbessert nicht nur den Winterwärmeschutz, sondern vor allem den sommerlichen Hitzeschutz in den Dachräumen. Weil der Dachaufbau dadurch dicker wird, musste die gesamte Spenglerei angepasst werden: Rinnen, Anschlüsse, Ortgänge.
Als neue Dachhaut kam das Sunstyle-System zum Einsatz. Die Solarmodule sind hier keine Auflage, sondern die wasserführende Schicht selbst – sie ersetzen die Ziegel vollständig. Deshalb wirkt die Fläche ruhig und flach, ohne die typischen Modulränder einer Aufdach-Anlage. Mehr zum Prinzip steht auf unserer Seite Indach-Photovoltaik.
Hinter den drei Eingängen steckt eine bunte Mischung: In den beiden mittleren Hausteilen wohnt je eine Familie. Im äusseren leben eine fünfköpfige Wohngemeinschaft, ein Paar in der Einliegerwohnung und die Eigentümerfamilie. Die Anlage speist entsprechend über drei getrennte Hausanschlüsse ein – jeder Hausteil rechnet für sich ab.
Heute liesse sich so eine Konstellation auch anders lösen: Seit 2025 können mehrere Liegenschaften als virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch geführt werden, ohne bauliche Eingriffe. Der Solarstrom würde dann über alle Parteien hinweg verrechnet statt pro Hausteil. Wie das funktioniert, steht auf der Seite Abrechnung Eigenverbrauch.
Aufnahmen aus der Bauphase im Frühjahr 2025 – und vom fertigen Dach.








Wenn ohnehin ein Gerüst steht, ist der Moment für Solar gekommen – besonders im Reihenhaus, wo sich der Aufwand teilen lässt. Wir schauen uns eure Situation an und sagen ehrlich, ob sich der gemeinsame Weg lohnt.
Mehr zur Kombination von Dach und Solar auf der Seite Dachsanierung mit Solar. Weitere Projekte in der Referenz-Galerie.