Referenzprojekt · Biel Mittelstrasse

Schwarz auf Rot: Solaranlage auf einem K-Objekt

12 Doppelglasmodule von Aiko auf einem Wohnhaus von 1896 an der Mittelstrasse in Biel – mitten in einem geschlossenen Strassenzug, der als Baugruppe im Bauinventar steht.

5,52 kWp

Leistung

12 Module

Aiko 2S+ A460, Doppelglas

K-Objekt

Wohnhaus von 1896, erhaltenswert

Vollschwarze Aiko-Solaranlage auf dem Ziegeldach eines Wohnhauses von 1896 in Biel, Drohnenaufnahme über dem Strassenzug

Ein Dach, das zum Strassenbild gehört

Das Wohnhaus stammt von 1896, Späthistorismus unter Satteldach. Im Bauinventar des Kantons Bern ist es als erhaltenswert eingestuft und gehört zu einer Baugruppe – damit gilt es als K-Objekt. Das bedeutet konkret: Bei einem Bauvorhaben wird die kantonale Denkmalpflege beigezogen und gibt einen Fachbericht ab. Rund sieben Prozent aller Gebäude im Kanton fallen in diese Kategorie.

Die Denkmalpflege beschreibt das Haus als Abschluss einer zusammenhängenden Reihe und als Bestandteil eines geschlossenen, schnurgeraden Strassenzugs. Genau das war die Aufgabe: eine Anlage bauen, die Strom liefert, ohne dass die Reihe auseinanderfällt. Die Antwort waren vollschwarze Doppelglasmodule, bündig in einem Rechteck verlegt. Aus der Luft sieht man eine ruhige dunkle Fläche auf rotem Ziegel, von der Strasse aus sieht man fast nichts.

In der dichten Bebauung ringsum werfen Nachbarhäuser, Kamine und Dachaufbauten über den Tag Schatten. Deshalb hat jedes Modul einen eigenen Leistungsoptimierer: Ein verschattetes Modul bremst so nicht die ganze Reihe aus. Die Prognose liegt bei 5244 kWh im Jahr, das sind rund 950 kWh pro Kilowattpeak – ein guter Wert für ein Stadtdach.

Die Bewilligung: eine Ausnahme, die keine Regel wurde

Die Pläne waren in der Vorprüfung als einreichbar bewertet worden. Nach der Einreichung kam die Fachstelle darauf zurück: In den Plänen waren nicht alle Abstände zu den Dachrändern vermasst, und verlangt wurde eine Redimensionierung um rund einen Viertel. Auf die Rückfrage nach der Rechtsgrundlage antwortete die Denkmalpflege offen, die Abstandsregelung sei in der massgebenden Publikation nicht eindeutig geregelt, es handle sich um gängige Praxis, ergänzt durch interne Richtlinien. Daraufhin wurde für diesen Fall eine Ausnahme gewährt: Die Anlage durfte in der geplanten Grösse gebaut werden, ausdrücklich um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu sichern. Und weil es zur Ehrlichkeit gehört: Daraus ist kein Präzedenzfall geworden. Die Ausnahme galt für die besonderen Umstände dieses Projekts, spätere Versuche, sich darauf zu berufen, blieben erfolglos. Wer heute auf einem K-Objekt baut, vermasst die Randabstände besser von Anfang an sauber. Genau das tun wir seither.

Verbaute Technik

Module
12 Stück Aiko 2S+ A460 Doppelglas (5,52 kWp)

Wechselrichter
SolarEdge SE5k RWB mit Leistungsoptimierern pro Modul

Montageart
Aufdach auf Ziegel, vollschwarze Module bündig im Rechteck

Prognose
5244 kWh pro Jahr, berechnet (rund 950 kWh je kWp)

Aus der Luft und vom Dach

Bilder aus dem Projekt

Luftbild der schwarzen Modulfläche auf dem Satteldach, dahinter die Bieler AltbautenBlick über das Bieler Quartier mit der Solaranlage auf dem K-ObjektMonteur auf dem Ziegeldach während der Montage der Aiko-ModuleVerlegen einer Modulreihe auf dem Steildach in BielLeistungsoptimierer auf der Montageschiene unter den ModulenFertige schwarze Modulfläche gegen den Himmel, bündig im Rechteck verlegt

Ein geschütztes oder erhaltenswertes Haus?

Wir klären vorab, wie dein Gebäude im Bauinventar eingestuft ist, und planen die Anlage so, dass sie beim ersten Anlauf durch die Bewilligung kommt.

Mehr auf der Seite Aufdach-Solaranlagen. Weitere Projekte in der Referenz-Galerie.