An der Rue de la Gare in Corgémont steht ein historisches Bauernhaus, das im kantonalen Bauinventar als K-Objekt geführt wird. Seit April 2022 ist sein Dach gleichzeitig ein Kraftwerk – vollflächig mit Sunstyle-Solarziegeln eingedeckt. Von unten sieht man kein einziges Modul im herkömmlichen Sinn.
DC-Spitzenleistung, 66,6 kW auf der Wechselrichterseite. Eine der grössten Indach-Anlagen, die wir gebaut haben.
115 Wp pro Ziegel, 6 mm Solarglas. Die Ziegel sind die Dachhaut – nicht Aufbau, sondern Eindeckung.
SolarEdge-System mit Leistungsoptimierung – nötig bei einer so grossen, gegliederten Dachfläche.

Dieses Gebäude ist kein gewöhnliches Bauernhaus. Es steht als K-Objekt im Bauinventar des Kantons Bern – also als Baute von kantonaler Bedeutung, deren äusseres Erscheinungsbild besonders geschützt ist. Genau deshalb kam nur eine Lösung infrage, die das Dachbild nicht zerstört.
Wir haben die alte Eindeckung vollständig durch Sunstyle-Solarziegel ersetzt. Sie sind kleinteilig wie eine Schindel, liegen in der Dachfläche statt darauf und ergeben eine durchgehende, ruhige Fläche. Auf den Fotos sieht man: Aus der Distanz wirkt das Dach wie ein dunkel eingedecktes Dach – nicht wie eine Solaranlage.
Die Gemeinde hatte das Vorhaben bewilligt, und wir haben mit der Montage begonnen. Während der Bauphase zeigte sich, dass für ein Objekt dieser Schutzkategorie zusätzlich eine kantonale Beurteilung nötig ist. Wir haben die Arbeiten pausiert, die kantonale Denkmalpflege einbezogen und die Bewilligung nachgeholt. Danach konnten wir fertig eindecken.
Das kostete Zeit, aber nichts ging verloren – und das Ergebnis überzeugte am Ende alle Beteiligten. Lehrreich war es trotzdem.
Was wir daraus gemacht haben: Bei Objekten im Bauinventar, in ISOS-Ortsbildern und in Kernzonen klären wir heute vor Baubeginn ab, welche Stelle tatsächlich zuständig ist – Gemeinde, Kanton oder beide. Eine Gemeindebewilligung allein ist bei geschützten Bauten nicht immer die ganze Geschichte. Diese Abklärung gehört bei uns inzwischen zum Standardablauf und kostet dich nichts extra.
Wenn du ein geschütztes Gebäude besitzt und unsicher bist, ob Solar überhaupt möglich ist: In den allermeisten Fällen ist es das. Es kommt auf das System an und darauf, wer wann eingebunden wird. Mehr zum Prinzip auf unserer Seite Indach-Photovoltaik.
Zahlen aus dem SolarEdge-Monitoring der Anlage, Stand August 2026.
Produzierte Energie seit Inbetriebnahme
311 MWh
Davon im Gebäude selbst verbraucht
137 MWh
In Betrieb seit
28. April 2022
Vermiedene CO2-Emissionen
rund 121 Tonnen (Berechnung SolarEdge)
311 Megawattstunden in gut vier Jahren – das entspricht etwa dem Jahresstrombedarf von 60 durchschnittlichen Haushalten. Knapp die Hälfte davon wird direkt im Gebäude gebraucht, der Rest geht ins Netz.
Solche Zahlen sind der eigentliche Grund, warum wir Monitoring bei jeder Anlage einrichten: Man sieht sofort, wenn etwas nicht stimmt – und man kann nach Jahren noch belegen, was die Anlage tatsächlich leistet.












Wir haben Erfahrung mit Bauinventar-Objekten, ISOS-Ortsbildern und Kernzonen – und wir wissen, wen man wann einbeziehen muss. Schick uns die Adresse, wir schauen uns die Schutzsituation an, bevor irgendetwas geplant wird.
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