ZEV, vZEV, LEG? Ein Leitfaden zur Planung
Seit Anfang 2025 kennt man in der Schweiz den ZEV und den vZEV seit 2026 die LEG. Hinter diesen Abkürzungen versteckt sich die Art, wie Photovoltaikanlagen gebaut werden. Und es verändert die Art wie Profis solche Anlagen planen und bauen.
In dieser Grafik gut dargestellt: Die verschiedenen Arten vom geteilten Strom.
ZEV: der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Wichtig: Alle verbraucher sind hinter dem selben Netzanschluss, typischerweise in einem Mehrfamilienhaus.
Die Teilnehmer am, ZEV bilden eine einfache Gesellschaft. Diese Gesellschaft teilt zusammen einen Stromzäher vom EW. Unter den einzelnen Teilnehmern wird der Strom abgerechnet. Wenn diese Abrechnung kompliziert ist, kommen Tools wie Smart Me zum Einsatz.
vZEV: der virtuelle Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Eigenverbrauch durch das Netzkabel vom Energieversorger, aber innerhalb der selben Knotenpunktes. Ob das mit dem Wunschnachbaren möglich ist, muss zuerst abgeklärt werden. Die Netztopologie ist häufig aus Nutzerperspektive unlogisch aufgebaut. Oft sind direkt zusammengebaute Gebäude aus unterschiedlichen Richtungen erschlossen. Aus der Netzplaner- Perspektive mit historischem Kontext macht das in der Regel auch sinn. Für uns führ es aber dazu, dass in jedem Fall abgeklärt werden muss, ob ein vZEV möglich ist. Falls nicht, sollte die LEG möglich sein. (nächster Abschnitt). Als Tool für die Abrechnung kann auch Smart Me zum Einsatz kommen.
LEG: die lokale Energie Gemeinschaft. Hier Wird der Strom auch über die Knotenpunkte hinaus verkauft. Das ist nicht gleich lukrativ wie den Strom selber zu verbrauchen: Durch die Nutzung des EW Netzes fallen dort gewisse Gebühren an. Der erziehlte Wert für Solarstrom ist aber noch deutlich höher als die Rückspeisung und den Verkauf ans EW direkt. Auch hier kann mit Smart Me gearbeitet werden um die Abrechnung zu erstellen.
Was heisst das für die Planung?
In den letzten Jahren wurden Photovoltaikanlagen nur noch für den Eigenverbrauch dimensioniert. Wenn jemand also beispielsweise 10 000kWh Strom im Jahr bezogen hat wurde typischerweise eine Anlage zur Produktion von 8000 bis 12 000 kWh geplant — je nach individueller Vorliebe und Situation. Neu ist das Anders:
Dächer sind ein knappes Gut zur Energiewende
Deshalb ist die Ausnutzung volkswirtschaftlich sinnvoll. Mit der Möglichkeit, den Strom lokal an die Nachbaren weiter zu geben wird die Ausnutzung auch finanziell sinnvoll. Aus dem Solarstrom wird wieder mehr Ertrag generiert. Damit wird die best mögliche Flächenausnutzung nicht mehr nur ökologisch sondern auch finanziell sinnvoll.
Bild oben: In den letzten Jahren wurden Photovoltaikanlagen zurückhaltend dimensioniert und vor Allem auf den Eigenverbrauch ausgerichtet. Solche Dächer wie auf dem Bild waren lange Zeit nicht mehr wirtschaftlich.
Wie läuft das konkret ab?
Die Photovoltaikanlage wird gebaut. Im Haus wird ein ZEV gebildet um den Strom zu verteilen. Der ZEV wird automatisiert von der Smart Me Plattform abgerechnet, jeder Teilnehmer bekommt eine Rechnung per Mail. Die Verwaltung und ein Inkasso muss jemand machen: Das kann ein spezailisiertes Büro, ein Freiwilliger oder der Eigentümer selber sein.
Überschuss geht jetzt ins Netz zurück und, bei einem vZEV oder LEG, wird als 2. Priorität an diese Teilnehmer verkauft. Hier fallen, wegen der Nutzung des Stromnetzes auch gewisse Netzgebühren an. Diese sind aber weniger als bei normalen Netzbezug. Für den Solarstrom Produzent gibt das mehr Ertrag und für den Konsument günstigere Kosten. Auch diese Abrechnung erfolgt automatisch und das Inkasso muss manuel gemacht werden.
Wie funktioniert das für dich?
Was sind noch die offenen Fragen?
Gerne sind wir für dich da um diese zu beantworten.
